Ein Haus wie ein Märchenbuch. Ursprünglich wurde das putzige Holzhaus mit dem kleinen Glockenturm,
den holzgetäfelten Stuben mit bunten Butzenscheiben für eine Ausstellung erbaut. Und gewann den
1. Preis! Der nostalgische Charme des Batzenhäusls hat seitdem Gäste aus Nah und Fern bezaubert.

Da staunten die Tirolerinnen und Tiroler nicht schlecht: 1893 bei der Tiroler Landesausstellung stand feinste Handwerkskunst im Mittelpunkt. Und das Batzenhäusl war ein Ausstellungsstück – und gewann auf Anhieb den 1. Preis.

Noch heute ist die Jagdvilla, ein architektonisches Kleinod, vollständig erhalten. In den edlen Zirbenstuben und der kleinen Bibliothek im 1. Stock duftet es nach Holz. Die Butzenscheiben sorgen für behagliche Gemütlichkeit. Besonders schön: die Holzintarsien und Brandmalereien. Auch die Stube im Erdgschoss gehört zur alten Jagdvilla. Ebenso wie das Nostalgiezimmer – ein holzgetäfelter Traum, in dem man sich geradewegs ins 19. Jahrhundert zurückversetzt fühlt.

Später wurde das Batzenhäusl zum beliebten Ausflugsziel für die Bewohner von Innsbruck und Umgebung. Im Kern original erhalten, wurde das Hotel sukzessive an die Wünsche der Gäste von heute angepasst. Behutsam und mit viel Gespür für das Können der vergangenen Generationen.

Übrigens: Der Name Batzenhäusl ist recht weit verbreitet in Österreich. Um einen „Batzen“, so nannte der Volksmund eine Münze, gab es ein Glas Wein oder Schnaps. Und fast alle Batzenhäusl liegen auch an den traditionellen Handelsstraßen. Wo heute die Idylle in Igls regiert, befand sich schon in der Römerzeit die Via Claudia Augusta, eine der Hauptverbindungen von Nord nach Süd.

So reichen sich im Batzenhäusl Damals und Heute charmant die Hände.